Chancengleichheit und Solidarität prägen meine politische Arbeit.

Bezahlbare Gesundheit

Ich stehe ein für ein qualitativ hochstehendes, öffentliches und flächendeckendes Gesundheitswesen, das allen zugänglich ist. Gute, aufeinander abgestimmte Behandlungsketten sind im Sinne der Patient_innen. Die Steuerung des Gesundheitswesens gehört in die Hände von Bund und Kantonen, und nicht in die Zuständigkeit der Krankenversicherungen, deren Macht und Einfluss eingeschränkt werden müssen.
Die Prämienlast durch die unsozialen Kopfprämien muss auf maximal 10% des verfügbaren Haushalteinkommens beschränkt werden, unter Berücksichtigung von 20% des Vermögens. Als Mitglied des Initiativkomitees der SP Prämien-Entlastungs-Initiative engagiere ich mich hier sehr stark und bekämpfe auch jede Erhöhungen der Franchisen.
Gute Arbeitsbedingungen für das Personal im Gesundheitswesen unterstütze ich genauso wie die optimale Nutzung der Kompetenzen der verschiedenen Gesundheitsfachpersonen. Darum bin ich Mitglied des Initiativkomitees für die Pflegeinitiative des SBK und setze mich in der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats für einen griffigen und wirkungsvollen indirekten Gegenvorschlag ein.
Langzeitpflege und Betreuung müssen sozialer finanziert werden. Die Bestrebungen der öffentlichen Hand, sich aus der Finanzierung zurückzuziehen, bekämpfe ich vehement.

Soziale Sicherheit und gute Renten

Die Sozialversicherungen, namentlich die AHV, bilden das Fundament für die soziale Sicherheit in unserem Land. Ich setze mich ein für höhere AHV-Renten. Die Finanzierung der AHV muss sichergestellt werden, aber nicht auf Kosten der Frauen. Nebst einer moderaten Mehrwertsteuererhöhung sollen zusätzliche Mittel entweder über höhere Steuern auf hohen Einkommen oder über eine Kapitalgewinnsteuer hereingeholt werden.
Die Nachteile, die durch Teilzeitarbeit und tiefe Löhnen in der beruflichen Vorsorge entstehen, müssen beseitigt werden. Damit die Renten von tieferen Einkommen steigen, muss der Koordinationsabzug massiv gesenkt werden,. Der Kompromiss der Sozialpartner erhöht die Solidarität und verringert die riesigen Differenzen in der 2. Säule.
Die Pflege und Betreuung von Angehörigen und nahestehenden Personen sowie die Kinderbetreuung müssen in der 1. und 2. Säule gerecht abgegolten werden, mit grosszügigen Betreuungszuschlägen sowie bezahlten Betreuungszeiten.
Die Invalidenversicherung und die Ergänzungsleistungen sind wichtige Sozialleistungen, die ich verteidigen werde. Die Eingliederung/Wiedereingliederung muss gefördert werden, , was aber nicht dazu führen darf, dass Unterstützungsbedürftige finanziell unter Druck gesetzt werden.
Die Höhe der Sozialhilfeleistungen müssen im ganzen Land auf den gleichen Vorgaben beruhen. Daher braucht es ein nationales Rahmengesetz und genügend gute Integrationshilfen.
Wenn das Familieneinkommen nicht reicht, müssen Ergänzungsleistungen auch für Familien geschaffen werden. Es darf nicht sein, dass Kinder in Armut aufwachsen müssen.

Gute Arbeit, gute Löhne und Lohnschutz

Die Produktivitätsgewinne müssen den Arbeitstätigen zu Gute kommen und dürfen nicht in die Taschen der Firmenbesitzenden fliessen. Ich setze mich ein für gute Arbeitsbedingungen und anständige Löhne, zudem soll die Wochenarbeitszeit bei gleichem Lohn reduziert werden. Die Lohngleichheit von Frau und Mann ist unbedingt und endlich durchzusetzen. Die Frauenlöhne müssen generell erhöht werden.
Für mich als Gewerkschafterin sind gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für alle, sowie Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitnehmende zentrale Anliegen.
Die Schweiz ist Teil Europas. Die Personenfreizügigkeit ist grundsätzlich positiv, doch sie darf nicht zu Lohndumping und Verdrängung der ansässigen Bevölkerung aus dem Arbeitsmarkt führen. Der Lohnschutz ist darum auf jeden Fall sicherzustellen.

Gleichstellung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Kampf gegen Gewalt

Die Forderungen des Frauen*streiks 2019 – Lohn. Zeit. Respekt. – müssen endlich durchgesetzt werden. Dazu braucht es nicht nur Lohngleichheit, höhere Frauenlöhne und -renten, sondern mehr Anerkennung für die bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit. Das Minimum sind Betreuungsgutschriften und bezahlte Pflegezeit (wie für die Eltern schwer kranker Kinder). Care-Berufe müssen ihrer Verantwortung und ihrem gesellschaftlichen Wert entsprechend entlöhnt werden.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss aber auch mit mehr Teilzeitmöglichkeiten für alle Geschlechter und einer besseren Absicherung im Alter bei Teilzeit gestärkt werden. Kindertagesstätten und familienergänzende Betreuungsangebote müssen für tiefe und mittlere Einkommensschichten kostenlos sein und es braucht genügend Kita-Plätze.
Zusätzlich zu den 14 Wochen Mutterschaftszeit soll eine Elternzeit mit einem verpflichtenden Teil der Zeit für Väter geschaffen werden. Als Ziel soll eine halbjährige Elternzeit angepeilt werden.
Sexismus und Gewalt gegen Frauen und LGBTI-Menschen gehört der Kampf angesagt und dürfen nicht länger toleriert werden.

Klima, Umwelt und erneuerbare Energien

Die Klimaerwärmung bedroht Mensch und Natur. Die Schweiz hat sich verpflichtet, die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen. Ich setze mich vehement dafür ein, dass dieses Ziel auch erreicht wird. Dazu müssen die fossilen Energieträger ersetzt und der CO2-Ausstoss massiv reduziert werden.
Der Verkehr muss möglichst klimaschonend bewältigt werden. Das bedingt, dass der Langsamverkehr und der öffentliche Verkehr konsequent gefördert und der motorisierte Individualverkehr und das Fliegen mit Abgaben verteuert werden.
Es müssen griffige Anreize geschaffen werden, um das Wirtschaftssystem umwelt- und klimaverträglich zu machen. Die Kosten für umwelt- und klimaschädliches Verhalten müssen von denjenigen bezahlt werden, die sie verursachen. Dazu gehören auch klima- und umweltbedingte Gesundheitskosten.

Gerechte Steuern und Finanzpolitik

Hohe Einkommen und Vermögen sind höher zu besteuern. Auch die Unternehmen sollen ihren Teil beitragen, denn sie profitieren in hohem Mass von der guten Infrastruktur und der Sicherheit in der Schweiz.
Steuerschlupflöcher sind zu schliessen. Die Steuern müssen dort fair entrichtet werden, wo die Arbeit geleistet wird. Steuervermeidung und Profitshifting muss bekämpft werden. Die Schweiz muss sich in den internationalen Gremien dafür stark machen.
In der Schweiz werden jedes Jahr rund 63 Milliarden Franken vererbt. Mit der überfälligen Einführung einer Erbschaftssteuer könnte die Langzeitpflege sozialer finanziert werden, allenfalls könnte auch ein Teil in die AHV fliessen.

Demokratie und Mitbestimmung

Wer mitbeteiligt wird, fühlt sich stärker eingebunden und übernimmt auch mehr Mitverantwortung. Die Demokratie ist darum auszubauen. Ich setze mich dafür ein, dass Zugewanderte rascher und einfacher eingebürgert werden. Auch Stimmrechtsalter 16 ist reif.
Generell sollen die Prozesse partizipativer gestaltet werden, damit auch junge Menschen und Menschen ohne Schweizer Pass einbezogen werden.
Demokratische Mitbestimmung braucht es aber auch in den Schulen und in der Arbeitswelt. Hier müssen alle Beteiligten in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Spannend erlebe ich den Prozess der Mitbeteiligung in einer Institution für Menschen mit psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen, wo wir die Beteiligungskultur aktiv leben.