Grenzwachtkorps: Teure Werbung und Budgetkürzung passen nicht zusammen

Im Kanton Genf ist ein Tram mit Werbung für das Grenzwachtkorps unterwegs. Das kostet anscheinend über 100’000 Franken. In der Deutschweiz seien auch schon welche gesichtet worden. Gleichzeitig werden beim Personal grosse Sparmassnahmen durchgeboxt und sogar die Rekrutierung verlangsamt. Das geht nicht auf und es stellen sich Fragen an den Bundesrat.

Hier meine Anfrage von heute:

Grenzwachtskorps: Personalpflege statt teure Werbekampagnen

Im Kanton Genf ist derzeit ein Tram unterwegs, das vollumfänglich mit Werbung für das Grenzwachtskorps beschriftet ist.

Sehr stossend und unverständlich ist, dass diese Werbekampagne läuft, während gleichzeitig Spar- und Abbaupläne auf Grund der Budgetkürzungen durchgezogen werden.

Personalrekrutierung ist sicher wichtig, doch sollten die Mittel besser für die Personalpflege eingesetzt werden, da die Mitarbeitenden des Grenzwachtskorps unter hoher Arbeitsbelastungen leiden und viele Überstunden leisten. Viele Grenzwächterinnen und Grenzwächter leisten ihre Einsätze in anderen Regionen und nehmen dafür private Unahnnehmlichkeiten in Kauf.

Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Was kostet diese Werbekampagne ? Ist sie auf den Kanton Genf beschränkt oder findet sie schweizweit statt ?
  2. Warum werden diese Mittel nicht für Lohnmassnahmen oder zusätzliches Personal investiert?
  3. Welche Massnahmen zur Personalpflege werden getroffen, um die hohen Belastungen aufzufangen?

 

 

Diese Anfrage wurde am 17.3.2017 eingereicht.