Wer rechnet, stärkt die AHV

  • 03. September 2016
  • Abstimmungen

Die AHV ist allen Unkenrufen zum Trotz ist die sicherste und sozialste Altersvorsorge. Jetzt ist es Zeit für bessere Renten.

Die AHV ist genial finanziert und organisiert. Die Veränderung der Demographie, nämlich das Wachstum der Zahl der RentnerInnen, ist dank der Lohnentwicklung sehr gut aufgefangen worden. So gut, dass die Lohnabzüge seit vierzig Jahren gleich geblieben sind. Dies obwohl in derselben Zeit die Zahl der RentnerInnen von 960’000 auf 2,2 Millionen anstieg. Welche andere Versicherung schafft das?

Mehr Rentenfranken

Diese enorme Leistung ist auch darum möglich, weil auf sämtliche Löhne AHV-Beiträge erhoben werden – auch auf die Superlöhne der Manager –, die AHV-Renten aber bei derzeit rund 85’000 Franken Jahresgehalt gedeckelt sind. Die AHV ist deshalb gut und solide finanziert. Und ihre Verwaltungskosten sind gering. Der Grossteil der Arbeitnehmenden bekommt für einen Beitragsfranken bei der AHV mehr Rentenfranken als bei der zweiten Säule.

Die Vorlage von Bundesrat Alain Berset betrachtet AHV und Pensionskassen gemeinsam. Das ist richtig so. Doch sie hat einen grossen Mangel: Sie sichert zwar die bisherigen Renten, gleicht aber die Rentenverluste der letzten Jahre nicht aus. Die Volksinitiative AHVplus will nun diesen Verlust ausgleichen und die Renten um zehn Prozent oder 200 Franken monatlich für eine maximale Einzelrente erhöhen. Die maximale Ehepaar-Rente würde um 350 Franken pro Monat ansteigen. Das ist sehr wichtig, denn für zwei Drittel aller RentnerInnen ist die AHV die wichtigste Einnahmequelle im Alter.

Nur je 0,4 Lohnprozente

Dies Verbesserungen mit «AHVplus» können problemlos finanziert werden. Nur gerade je 0,4 Lohnprozente von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden sind für die Finanzierung nötig. Das ist gut machbar. Wer behauptet, das verkrafte die Wirtschaft nicht, ist unehrlich und will den Leuten etwas vormachen. Gerade eben wurden die Lohnbeiträge an die Erwerbsersatzordnung (EO) gesenkt. Da ist also auf jeden Fall Spielraum vorhanden. Die Unternehmen werden ja steuerlich schon lange mit Samthandschuhen angefasst. Ihre Steuerbelastung ist in den letzten Jahren ständig gesunken.

Wer aber sein Leben lang gearbeitet und damit einen wichtigen Beitrag an unsere Gesellschaft geleistet hat, soll im Alter eine würdige Rente erhalten. Machen wir einen Schritt vorwärts und stimmen wir deshalb am 25. September mit Überzeugung Ja zur «AHVplus»-Initiaitive.


Dieser Artikel erscheint im links der SP Kanton St. Gallen 4/2016