Mehr Prämienverbilligung nötig

Mein Leserinbrief an die Ostschweiz am Sonntag zur ihrem Artikel “40’000 verlieren Prämienverbilligung” vom 21.6.2015

Die Mittel für die ordentliche Prämienverbilligung wurden im Kanton St. Gallen in den letzten Jahren aus Spargründen zusammengekürzt. Im Sparpaket letztes Jahr wurden 6,5 Millionen beim schon tiefen Betrag gestrichen. Der für die ordentliche Prämienverbilligung zur Verfügung stehende Betrag ist heute so hoch wie vor 15 Jahren. In der gleichen Zeit haben sich die Krankenkassenprämien verdoppelt, für junge Erwachsene gar verdreifacht. Dramatische Folge ist, dass dieses Jahr 18’000 Personen keine Prämienverbilligung mehr erhalten. Ihre Krankenkassenprämien sind auf dieses Jahr aber ebenso angestiegen wie Ihre und meine. Diese Realitäten blenden die Bürgerlichen aus, als sie den Entscheid im st. Galler Kantonsrats fällten, die Volksinitiative für bezahlbare Krankenkassenprämien abzulehnen. Absolut unverständlich ist ihre Weigerung auf einen moderaten Gegenvorschlag der Regierung einzutreten. Um die Situation für die von den hohen Krankenkassenprämien gebeutelten Familien und Einzelpersonen zu verbessern, ist ein JA am 15. November zur Volksinitiative nötig, denn sie bringt die nötige Unterstützung.