Unsinnige Geld-Verlochete am Gotthard

Die Arbeiten für die NEAT-Eisenbahnverbindung durch den Gotthard sind weit fortgeschritten und die NEAT sollte planmässig 2016 eröffnet werden, das verkürzt die Bahnreisezeit ins Tessin massiv. Gerade deshalb ist es absurd, dass man jetzt einen zweiten Autotunnel am Gotthard durchdrücken will. Umweltpolitisch, finanzpolitisch aber auch verkehrspolitisch ist dieser Entscheid ein Unsinn und wird zu Recht mit dem Referendum bekämpft. Eine breite Allianz sammelt derzeit Unterschriften und noch vor den Wahlen haben wir die Möglichkeit diese Geldverschwenderei an der Urne bachab zu schicken.

Unglaublich mit welcher Leichtigkeit die bürgerliche, autogläubige Mehrheit dieses Milliardengeschäft mit Argumenten, die einen die Haare zu Berge stehen lassen, durch die Räte geboxt hat. Der Alpenschutzartikel in der Verfassung wird mit Füssen getreten, ein zweiter Autotunnel widerspricht dem Alpenschutzartikel und stösst einen hart erkämpften Volksentscheid um. Gleichzeitig will man das Volk für dumm verkaufen, wenn man behauptet, die beide Röhren würden zukünftig dann nur einspurig befahren werden. Im Gegenteil werden damit die Schleusen für weitere Transitfahrten geöffnet.

Mehr Sicherheit bringt eine zweite Strassenröhre nur auf den ersten Blick. Der Sicherheitsgewinn eines richtungsgetrennten Strassentunnels wird mit geringem Mehrverkehr bereits wieder „aufgefressen“. Gemäss einer BFU-Studie müssen lediglich 3 Prozent mehr Autos durchfahren und der Sicherheitsgewinn ist weg. Doch wird es massiven Mehrverkehr geben und damit zerfällt das einzig echte Argument dieser Variante.

Wesentlich sind auch die Finanzen. Eine zweite Strassenröhre ist eine Geldverschwendung sondergleichen und wird dazu führen, dass wichtige Vorhaben in den Agglomerationen auf die lange Bank geschoben werden. Die Variante zweite Strassenröhre kostet in der finanziellen Gesamtbetrachtung rund 2-3 Milliarden – also fast soviel wie der Gripen – mehr als die Variante Sanierung und Huckepackbetrieb während der Sanierung. Auch viele Tessiner/innen wollen wehren sich gegen die Mehrkosten und den Mehrverkehr. Darum unterschreibe auch du das Referendum.