Auch die Ostschweiz profitiert von FABI

Leserinnenbrief erschienen im Tagblatt vom 30.1.2014

 

Mit der Vorlage FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) kann das Stimmvolk am 9. Februar entscheidende Weichen für den öffentlichen Verkehr und dessen Ausbau in der Schweiz stellen und somit wegweisende Projekte für die Schweizer Infrastruktur lostreten. Eine grosse Chance auch für die Ostschweiz dank der Projektierung des Brüttenertunnel und weiteren Infrastrukturmassnahmen auf verschiedenen Strecken sowie den Ausbau von Sitzplätzen.

 

Nebst zahlreichen Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur soll mit der öV-Vorlage FABI auf verschiedenen Strecken ein Halbstundentakt sowie der Ausbau von Sitzplätzen eingeführt werden. Die Ostschweiz als Wirtschafts- und Bildungsstandort kann dabei zentral profitieren. Mit dem Ausbau des Schienennetzes Zürich-Winterthur-St.Gallen kann jene rege genutzte Strecke markant entlastet und die Fahrt auf unter eine Stunde verkürzt werden. Als grenzübergreifende Wirtschaftskraft und zentrale Knotenstelle zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz wird der Ostschweiz durch den Ausbau der Infrastruktur somit gebührend Rechnung getragen. Mit neun zusätzlichen Zügen zwischen Zürich und St.Gallen werden rund 10’000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen und durch die Zeiteinsparung können wichtige Anschlüsse in Zürich und St.Gallen gewährleistet werden.

 

Ausbau des Brüttenertunnels bringt deutliche Entlastung

 

Eine weitere markante Entlastung soll der Ostschweiz mit der Projektierung bzw. in einem zweiten Schritt des Baus des Brüttenertunnels zugute kommen. Die Bevölkerungsdichte sowie die Nachfrage im öV machen solche Investitionen unabdingbar und können nebst logistischen Erleichterungen auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Metropolitanräumen merklich verbessern. Die Projektierung und der spätere Bau des Tunnels ist denn auch Voraussetzung für die vom ZVV geplante 2. Generation der Zürcher S-Bahn. Die Städte St. Gallen, Winterthur und Zürich aber auch Wil profitieren von einer hoch leistungsfähigen und dicht erschliessenden Inneren-S-Bahn. Zudem können die Regionen um den Brüttenertunnel von einer reduzierten Lärmbelastung profitieren, ein Grossteil der Züge wird nicht durch die Gemeinden, sondern durch den Tunnel fahren.

 

Innovationskraft und Wirtschaftsstandort Ostschweiz fördern – auch dank Bahn-Ypsilon Chur – St. Gallen – Bodensee

 

Wichtig für den Wirtschaftsraum Ostschweiz und die Grenzregion ist die Ergänzung der Vorlage mit dem Bahn-Ypsilon Chur – St. Gallen – Bodensee.

 

Die Ostschweiz als zentrale und wichtige Innovationskraft und Verknüpfungspunkt zwischen Österreich und Deutschland gilt es daher zu stärken, solche Verbindungen sind von grosser Bedeutung und eröffnen langfristige Perspektiven für den Ostschweizer Raum. Deshalb lege ich am 9. Februar ein JA zu FABI in die Urne.

 

Nationalrätin Barbara Gysi