Meine Politik

Chancengleichheit und Solidarität prägen meine politische Arbeit.

Sozial- und Gesundheitspolitik

Meine langjährige berufliche Tätigkeit und Erfahrungen als Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin stellen hier ein wichtiges Fundament dar.

  • Sozialpolitik muss sich an den Schwächsten orientieren, ein anständiges Auskommen in Würde ermöglichen und die Integration als wichtiges Ziel haben. Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen sind keine Bereiche, in den Sparanstrengungen umgesetzt werden sollen. Sie sind ein Anspruch in unserer Gesellschaft. Kürzungen der SKOS-Richtlinien und bei Ergänzungsleistungen und ausserordentlichen Ergänzungsleistungen lehne ich entschieden ab.
  • Zu fördern sind Beschäftigungsprogramme für Ausgesteuerte, SozialhilfeempfängerInnen, Menschen mit sozialen, psychischen oder Drogenproblemen. Aber auch Asylsuchende sollen hier arbeiten können.
  • Wir brauchen gute Beratungsstellen, die allen zugänglich sind, und die Bedürfnisse der Menschen ernst nehmen.
  • Wir benötigen ein Gesundheitssystem, das allen zugänglich ist. Die Zweiklassenmedizin muss auf jeden Fall verhindert werden. Bedürfnisgerechte Angebote in allen Regionen – Spitzenmedizin (zb. Transplantation, Herzchirurgie) nur in wenigen Zentrumsspitälern unseres Landes.
  • Die Pflege muss aufgewertet werden. Spitex – auch bei PsychiatriepatientInnen – sind wichtige Bereiche und müssen von der Krankenkasse finanziert werden. Das Pflegepersonal muss anständig entlöhnt werden.
  • Das Gesundheitssystem gehört in die öffentliche Hand. Spitäler sollen öffentliche Einrichtungen bleiben. Der Markt verteuert das Gesundheitswesen unnötig.
  • Technische Apparaturen sind nur begrenzt nötig, sie treiben nur die Kosten in die Höhe. Es ist zumutbar für Spezialuntersuche in eine Zentrumsspital zu fahren.
  • Generika sollen gefördert werden.
  • Drogenpolitik: ich befürworte das 4-Säulenmodell. Es hat Erfolge gebracht. Ich stimme aber auch der Liberalisierung der Harten Drogen zu und befürworte die Forderungen der laufenden Betäubungsmittelrevision (Legalisierung Cannabis; Entkrimininalisierung harter Drogen).

Migration

Die bisherige Zuwanderungspolitik hat versagt, weil sie keinerlei Integrationmassnahmen vorsah. Die Integration ist gezielt zu fördern. Die zugewanderte Bevölkerung soll mehr Rechte erhalten und partizipieren können. So nehmen wir alle Menschen ernst und fördern ihre Ressourcen ! Denn wer hierher kommt, will etwas und hat auch etwas zu bieten ! Integration verstehe ich als gegenseitigen Prozess, der sehr viel mit Akzeptanz und Wahrnehmung des Gegenübers zu tun hat.
Ich befürworte:

  • Die Schaffung von Integrationsleitbildern (in der Stadt Wil bin ich massgeblich beteiligt, dass das Thema aktiv angegangen wird).
  • Stimm- und Wahlrecht von hier niedergelassenen AusländerInnen.
  • Erleichterte Einbürgerung der 2. Generation und automatische Einbürgerung der 3. Generation.
  • Gezielten Massnahmen zur Berufsbildung junger AusländerInnen – sie müssen unbedingt eine Perspektive in unserem Land haben.

Jugend

Unser Potential ist unsere junge Generation.
Angebote und Massnahmen in der Jugendarbeit, niederschwellige Beratung, aber auch selbstgestaltete Räume und Jugendkultur sind wichtig.
Die politische Sensibilisierung ist zu fördern: zb. könnten Jugendparlamente mit Finanzkompetenz ausgerichtet werden und nicht reine „Debattierclubs” ohne echte Wirkung sein.
Gute Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten für alle und somit Wahrung der Chancengleichheit.
Brückenangebote, wenn keine Lehrstelle gefunden wird.

Finanz- und Wirtschaftpolitik

Unser Staat basiert auf einem gesunden Finanzhaushalt. Das heisst aber nicht, in erster Linie möglichst tiefe Steuern, sondern soviel einnehmen, dass auch alle wichtigen Aufgaben finanziert werden können. Ich stehe für einen starken Staat ein. Denn dieser löst manche Aufgabe wesentlich besser als der „sogenannte freie Markt” – Börsencrash und Abzocker lassen grüssen !
Aktive Wirtschaftspolitik und Antizyklisches Verhalten muss möglich sein: Die Schuldenbremse ist unsinnig, denn sie verhindert genau das, dass der Staat in schwierigen Zeiten investieren kann. Dabei ist es zulässig, dass der Staat sich verschuldet, um die Wirtschaft anzukurbeln.