Legislatur Ziele 2009 bis 2012

  • 01. Januar 2009
  • Nicht kategorisiert
Legislaturziele 2009 bis 2012
Zielsetzungen für die nächste Legislatur als Stadträtin in Wil

Wil entwickeln

heisst wirtschaftliche, kulturelle, soziale und städtebauliche Ansätze vernetzen, damit unsere Stadt lebt und sich alle – jung und alt, einheimisch und zugewandert- sicher fühlen können. Dazu braucht es starke soziale Netze, konstruktive Zusammenarbeit, Offenheit für Neues und gemeinsame Aufgabenerfüllung über Grenzen hinweg in Stadt und Region Wil.

 

Kinder und Jugend

Wil entwickeln zur Stadt für Familien. Sowohl Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, als auch Eltern, die Drittbetreuung in Anspruch nehmen, fühlen sich in Wil Hause und finden attraktive Angebote vor. Gesamtgesellgeschaftlich gesehen ist es wichtig, dass die Stadt Wil Familien und Kinder noch stärker fördert und mit ihren Konzepten im frühen Kindesalter ansetzt. Hier kann mit vergleichsweise wenig Geld sehr viel Wirkung erzielt werden durch frühe Integration und Vermittlung von Werten.  

Meine Projekte konkret:

Kinderbetreuungskonzept und Schaffung zusätzlicher Kinderbetreuungsplätze:
Eine Bedarfsabklärung, welche das Departement Soziales, Jugend und Alter Ende 2007 durchgeführt hat,  hat klar gezeigt, dass wir in Wil einen grösseren Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen im Vorschulbereich haben. Im Kinderbetreuungskonzept soll diesen Herbst aufgezeigt werden, wie mehr Plätze geschaffen werden können. Die Plätze der Kindertagesstätte (Kita, St. Gallerstrasse 5) hat der Stadtrat mit einer Leistungsvereinbarung gesichert und beteiligt sich an den Betreuungskosten, je nach Einkommenssituation der Eltern.
Die Stadt Wil will den Eltern aber selber überlassen, wie sie ihre Kinder betreuen wollen, weshalb auch Tagesfamilien unterstützt werden.

Verstärkte Frühförderung und Erziehungskompetenz der Eltern:
Verschiedene Studien zeigen, Frühförderung ist wichtig und bringt gute Resultate. Eine Abklärung im Rahmen einer Diplomarbeit in Sozialarbeit hat eine Mitarbeiterin des Departements SJA aufgezeigt, dass auch in Wil Bedarf nach Angeboten der Frühförderung besteht, um allen Kindern gute Entwicklungschancen bieten zu können. Die Mütter-Väter-Beratungsstelle bietet zwar seit zwei Jahren Beratung an, ebenso hat sie ihre interkulturelle Kompetenz erweitert. Es braucht aber mehr. Gerade aufsuchende, niedrigschwellige Angebote zeigen in anderen Städten Erfolg. Diese sind integrationsfördernd und sollten auch in Wil eingeführt werden.

 

Starke Jugend durch starke Jugendarbeit:

Die Wiler Jugendlichen sind „voll ok“ Cool. Dies zeigen die Erfahrungen aus den Rundgängen unserer Zivildienstleistenden – ein Pilotprojekt, an welchem sich die Stadt Wil beteiligt. Allerdings läuft für 15- bis 20-Jährige zuwenig in unserer Stadt. Die Unterstützung unserer Jugend muss punktuell passieren und sie in ihrer weiteren Entwicklung fördern. Darum macht Wil mit beim Mentoring Projekt für Jugendliche ohne Lehrstelle.  

Meine Projekte konkret:

Die erfolgreiche Weiterentwicklung der Wiler Jugendarbeit muss weitergeführt werden. Mit den neuen Angeboten Tipp (Jugendinformation) und aufsuchende Jugendarbeit sind wichtige Lücken geschlossen. Ebenso sollen die Aktivitäten im präventiven Bereich weitergeführt werden: Alkoholprävention smartconnection soll im Herbst ausgewertet und über die Weiterführung entschieden werden. Die Teilnahme am Pilotversuch Zivildienstleistende als Konfliktmanager im öffentlichen Raum soll ausgewertet und die Schlüsse daraus umgesetzt werden.
Doch auch die Jugendlichen selber sollen aktiv mitmachen und sich in verschiedenen Projekten einbringen. Insbesondere eigene Aktivitäten Wil an den Wochenenden attraktiver zu machen, damit auch Junge sich in Wil zuhause fühlen.

Geprüft werden soll auch, ob die Jugendarbeit altersmässig „nach unten ausgebaut werden soll“ – das heisst: sollen Aktivitäten für Kinder angeboten werden.

 

Soziales

Wil entwickeln heisst Unterstützungsangebote und Auffangnetze bereit stellen, wenn es im Leben einer Wilerin/eines Wilers einmal nicht so rund läuft. Damit auch sie und Menschen, die dauerhaft auf Hilfe oder Unterstützung angewiesen sind, sich genauso in Wil zu Hause fühlen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Meine Projekte konkret:

Die Soziale Integration wird durch die Teilnahme im Arbeitsprozess gestärkt. Deshalb soll sich die Stadt Wil stärker mit der Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten engagieren. Mit dem Bericht Berufliche und Soziale Integration Jugendlicher und Erwachsener zeigen wir auf, wie sie je nach persönlichen Fähigkeiten aktiviert werden können. Das Erbringen einer Gegenleistung für erhaltene Unterstützungsleistung ist für viele wichtig, für andere stellt es eine Massnahme gegen den sogenannten „Sozialhilfemissbrauch“ dar. Die Stadt Wil und die Betroffenen profitieren auf jeden Fall.
Einfache, niedrigschwellige und unbürokratische Dienstleistungen und Hilfsangebote sind zu fördern und unterstützen. Hilfe soll rasch geleistet werden können. Verstärkt werden soll auch die Vernetzung und Zusammenarbeit mit privaten und kirchlichen Trägerschaften.
Das Qualitätsmanagement soll in den Sozialen Diensten eingeführt werden und das „Intake“ der Fälle besser koordiniert werden. Somit sollen mit den vorhandenen Ressourcen mehr erreicht werden können. Denn auch Wil hat eine Fallzunahme im Sozialbereich (wirtschaftliche Hilfe wie auch vormundschaftlicher Bereich) zu verzeichnen. Seriöse und fachlich gute Unterstützung sind mir genauso wichtig, wie rasche und unbürokratische Hilfe !  
Eine Klärung mit den Gemeinden der Region soll zeigen, ob und allenfalls welche Angebote im Sozialbereich gemeinsam angeboten werden können. Die Abklärung soll gestützt auf das Sozialhilfegesetz passieren und das Projekts Sozialberatung nach Sozialhilfegesetz des Departements des Innern und des Verbands der St. Galler GemeindepräsidentInnen, bei welchem ich in der Projektgruppe mitwirken konnte.

 

Alter

Wil entwickeln bedeutet, dass sich die ältere Bevölkerung in Wil wohl und zuhause fühlt, schnell zu Informationen und Unterstützungsangeboten kommt, dass sie vielfältige Wohnformen und ein attraktives Wohn- und Betreuungsangebot vorfindet, welches sie bedarfsgerecht unterstützt.

Meine Projekte konkret:

Kooperationen im Altersbereich:
grosses Zusammenarbeitsprojekt mit den 6 Regionsgemeinden Bronschhofen, Niederhelfenschwil, Rickenbach, Wilen, Zuzwil und Wil zur Förderung und Verbesserung der Angebote für das Alter, die Pflege und Gesundheitsförderung. Die Vision ist eine gemeinsame Anlauf- und Beratungsstelle zu schaffen und die gemeinsame Führung der Angebote im aufsuchenden und stationären  Bereich. Damit sollen für die Nutzerinnen und Nutzer übersichtlichere und bessere Hilfeleistungen entstehen. In der nächsten Phase des Projekts (November 2008 bis ca. Sommer 2009) soll erarbeitet werden, welche Bereiche detailliert einbezogen werden und wie die Zusammenarbeitsform konkret aussehen soll.   
Weitere Informationen finden sie im Zwischenbericht zur Motion Marianne Mettler, SP, Kooperationen im Altersbereich und im Bericht zur Phase 1

Umbau und Sanierung des Pflegeheims Wil zum Pflegezentrum Fürstenau:
Nach langjährigen Vorarbeiten soll nun, vorausgesetzt das Wiler Stadtparlament stimmt auch in der zweiten Lesung dem Projekt zu (in der 1. Lesung am 3. Juli 2008 wurde ohne Gegenstimmen zugestimmt) in den beteiligten Zweckverbandsgemeinden Bronschhofen, Niederhelfenschwil und Wil eine Volksabstimmung über den Baubeitrag stattfinden.
Mit der Realisierung des innovativen Projekts „kirk“ soll das Pflegeheim Wil zum Pflegezentrum Fürstenau ausgebaut werden. Dringend notwendige Sanierungsarbeiten im 30-jährigen Haus und der Ausbau bringen wichtige Veränderungen und machen das Pflegezentrum attraktiver. Sind heute rund die Hälfte aller Pflegeplätze in Viererzimmern untergebracht, sollen neu attraktive und zeitgemässe Einer- und Zweierzimmer geschaffen werden. Ebenso werden die Räumlichkeiten für die Pflege verbessert. Nach dem Umbau wird das Pflegezentrum eine geschützte Wohngruppe für an Demenz erkrankte Menschen führen sowie Tages- und Nachtplätze anbieten können. Damit wird eine Lücke im Betreuungsangebot in der Region geschlossen. Die öffentlich zugänglichen Räume der Cafeteria und der Schulungsraum werden an zentraler Lage im Eingangsgeschoss angesiedelt. Bereits heute werden die Mitarbeitenden auf die neuen Aufgaben vorbereitet, beispielsweise durch intensive Schulung im Bereich der Dementenbetreuung. Aber auch Palliativ Pflege und Aktivierung sind wichtige Angebote.
Unter der Bedingung, dass die Volksabstimmungen in den drei Gemeinden positiv verläuft, wird noch in diesem Jahr die Baubewilligung eingereicht. Voraussichtlicher Baubeginn ist im Mai 2009. Weitere Informationen zum Bauprojekt finden sich im Detailprojekt und im Bericht und Antrag an das Stadtparlament.

Ausbau des Alterszentrum Sonnenhof Wil:

Seit Jahren wird im Alterszentrum vermehrt Pflege angeboten, dies damit die Bewohnenden im hohen Alter ihren Wohnort nicht mehr wechseln müssen. Mit einem Anbau im Haus A sollen zusätzliche Räume für die Pflege geschaffen werden, denn 1986 wurde der Sonnenhof als reines Altersheim gebaut. Es fehlt daher an vielem. Ein Vorprojekt wurde bereits erarbeitet, nun soll noch eine weitere Projektstudie aufzeigen, ob es bessere Alternativen gäbe, um so die beste Lösung für die Zukunft zu finden. Noch in der nächsten Legislatur soll die Detailprojektierung realisiert werden und die weitere Behandlung vorangetrieben werden.
Bis es soweit ist, werden laufend die Möglichkeiten verbessert. Ebenso wurden die Pflegekonzepte angepasst. Mittlerweile sind drei Pflegeteams im Einsatz sowie das Nachtpflegeteam. Auch im Bereich Betrieb wurden organisatorische Veränderungen eingeführt. Ab dem 1. August 2008 ist die Verpflegung dem Betrieb unterstellt, ab März 2009 soll auch der Technische Dienst dem Betrieb unterstellt werden. Mit einer schlankeren Führungsstruktur sollen die Herausforderungen der Zukunft gut gemeistert werden.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. August 2008 um 12:59 Uhr

 

Freiwilligenarbeit stärken.   

Wil entwickeln heisst die Freiwilligenarbeit stärken. Denn was wäre unsere Gesellschaft ohne die vielen privaten Hilfeleistungen im Sozialen, im Altersbereich, in der Kultur, im Sport.

Meine Projekte konkret:

Die Stadt Wil soll – zusammen mit anderen Partner, wie etwa der Freiwilligenorganisation Benevol – die Rahmenbedingungen verbessern und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen, die Freiwilligenarbeit leisten, prüfen.  Mit dem 2-jährlich durchgeführten Anlass freiWILlig soll der Dank an alle, die sich freiwillig engagieren, ausgesprochen werden. (der Anlass findet am 3. Dezember 2008 statt).

 

Integration und Kultur.

Wil entwickeln mit Investitionen in Kultur und in die Integration aller Bevölkerungsschichten. Dies stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und setzt neue Potenziale frei.

Meine Projekte konkret:

Es ist Sprachförderungskonzept zu erarbeiten und die Bemühungen, dass alle WilerInnen gut deutsch sprechen, sind zu verstärken. Die interkulturelle Kompetenz auf der Ebene der Mitarbeitenden der städtischen Verwaltung ist zu stärken. Dank einem „WILkommenspaket“ werden alle WilerInnen rasch integriert und allfällige Sprach- oder Informationsdefizite rasch erkannt und Kursangebote gemacht.
Kultur ist ein Standortfaktor. Deshalb soll endlich ein Kulturkonzept erarbeitet werden und Kultur weiterhin in ihrer Breite gefördert werden.

 

Zusammenarbeit stärken

Wil entwickeln bedeutet die Zusammenarbeit mit verschiedenen PartnerInnen in verschiedenen Bereichen suchen und (weiter)entwickeln.

Meine Projekte konkret:

Das Fusionsprojekt mit der Gemeinde Bronschhofen vorantreiben, bei dem ich in der Projektgruppe mitwirken kann.
Mit dem Projekt Kooperationen im Alter weiterfahren.
Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Sozialbereich verstärken, zum Beispiel um Arbeitsmöglichkeiten zu generieren.